Erinnerungsort Topf & Söhne –
Die Ofenbauer von Auschwitz

Der Erinnerungsort Topf & Söhne ist der einzige Ort in der europäischen Erinnerungslandschaft, der auf einem historischen Firmengelände die Beteiligung der Wirtschaft am nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen dokumentiert. An keinem anderen zivilen Ort waren die mit der Praxis der industriellen Vernichtung von Menschenleben verbundenen Fragen mehr präsent als in diesem Erfurter Unternehmen J. A. Topf & Söhne: als Auftrag, als Arbeit, als technologische Herausforderung. Die Führung durch die 2026 erneuerte Dauerausstellung „Techniker der ‚Endlösung‘. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ zeigt Ihnen auf, welche Motive, welches Wissen über die Verbrechen und welche Handlungsoptionen die Firmenchefs, Ingenieure, Monteure und Kaufleute hatten. Die Sonderausstellung „Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung“ setzt Jüdinnen und Juden wie Raphael Lemkin ein Denkmal, die noch während des Mordens und unmittelbar nach Kriegsende Spuren sicherten und Zeugnisse sammelten, um die Shoah zu ergründen, die Täter vor Gericht zu stellen und einen erneuten Genozid unmöglich zu machen.

Führung „Techniker der ‚Endlösung‘“

Do17.09.14:30−16:00 Uhr

Code 4211

Fr18.09.13:30−15:00 Uhr

Code 5141

Führung „Verfolgen und Aufklären“

Do17.09.14:30−15:30 Uhr

Code 4201

Fr18.09.13:30−14:30 Uhr

Code 5131

Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7

kostenfrei

Eine Mutter kämpft gegen Hitler

Spätestens seit dem Serienhit „Babylon Berlin“ ist Hans Litten einem breiten Publikum bekannt: Er war der Anwalt, der es wagte, Hitler als Zeugen für die Gewalt von SA und NSDAP vor Gericht zur Rede zu stellen. Am 8. Mai 1931 trafen sie im Edenpalast-Prozess aufeinander. Dabei konfrontierte Litten Hitler im Zeugenstand mit den antidemokratischen Vorhaben der NSDAP und setzte ihn damit stark unter Druck. Hans Litten wurde infolge des Reichstagsbrandes festgenommen. Es folgte ein fünfjähriges Martyrium in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Am 5. Februar 1938 nahm Litten sich im KZ Dachau das Leben. Seine Mutter Irmgard veröffentlichte 1940 aus der Emigration das Buch „Eine Mutter kämpft gegen Hitler“, in dem sie die Leidensgeschichte ihres Sohnes und ihren vergeblichen Kampf um seine Freiheit schildert. Die bekannte Film- und Theaterschauspielerin Patricia Litten wird aus dem Buch ihrer Großmutter lesen und anschließend mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen, was wir aus der Geschichte von Irmgard und Hans Litten lernen können. Sie wird dabei von Birgit Saemann am Cello begleitet.

Do17.09.18:00-21:00 Uhr

Code 4301

Haus Dacheröden, Anger 37

kostenfrei dank Bette Westenberger Brink;
inkl. anschließendem Empfang

Unterdrückung, Widerstand und Aufbruch

Die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße erzählt von Unterdrückung und Widerstand in Thüringen während der SED-Diktatur von 1949 bis 1989. In den Räumen der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit wurden über 5.000 Menschen inhaftiert, die sich gegen das Regime auflehnten. Am 4. Dezember 1989 kam es zum historischen Wendepunkt: Mutige Bürgerinnen und Bürger okkupierten die Erfurter Bezirksverwaltung der Stasi – es war die erste Besetzung einer Stasi-Bastion während der Friedlichen Revolution. Die Führung durch die Dauerausstellung vermittelt Ihnen auf drei Etagen die Themen Haft, Diktatur und Revolution. Im Mittelpunkt stehen die bewegenden Geschichten von Zeitzeuginnen und -zeugen, die den Kampf und die Hoffnung jener Jahre lebendig werden lassen.

Mi16.09.13:00-15:00 Uhr

Code 3162

Fr18.09.11:00-13:00 Uhr

Code 5072

Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße,
Andreasstraße 37a

Preis: 8,00 Euro

Aus dem Leben der Anderen

Das Stasi-Unterlagen-Archiv bewahrt an verschiedenen Standorten die Dokumente der Staatssicherheit der DDR auf. Rund 4.500 laufende Meter Akten, etwa 1,7 Millionen Karteikarten sowie zahlreiche Fotos, Filme und Dias dokumentieren den Eingriff des Staates in das Leben der Bürgerinnen und Bürger. Nach dem Stasi-Unterlagen-Gesetz stehen die Unterlagen Privatpersonen, Institutionen und der Öffentlichkeit zur Verfügung, ermöglichen Aufklärung über persönliche Schicksale und tragen zur Rehabilitierung der zu Unrecht Verurteilten bei. Auf dem Rundgang erfahren Sie, welche Materialien das Archiv enthält, wie sie erschlossen und aufbewahrt werden und wie die Stasi arbeitete.

Di15.09.15:30-17:30 Uhr

Code 2061

Do17.09.14:00-16:00 Uhr

Code 4181

Fr18.09.13:00-15:00 Uhr

Code 5121

Stasi-Unterlagen-Archiv, Petersberg – Haus 19

kostenfrei